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VG Potsdam

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Pressemitteilung vom 8. November 2007

Rechtsstreit um Rückübertragung des Scharoun-Hauses in Potdam endet mit einem Vergleich

Verfahren der 6. Kammer - 6 K 3188/99 - Nach mehrstündiger mündlicher Verhandlung vor der 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Potsdam haben sich die Beteiligten eines Rechtstreits um die Rückübertragung eines Grundstücks in Potsdam-Bornim gestern in einem Vergleich geeinigt. Das Grundstück gehörte ursprünglich dem Gartenarchitekten Hermann Mattern (1902-1971), einem der bedeutendsten deutschen Landschaftsarchitekten des 20. Jahrhunderts und Schüler von Karl Foerster. Das aufstehende Wohnhaus aus dem Jahre 1934 entwarf der mit Hermann Mattern befreundete Architekt Hans Scharoun (1893-1972). In dem Haus befindet sich eines von drei erhaltenen Wandbildern des Bauhauskünstlers Oskar Schlemmer (1888-1943). Zu DDR-Zeiten wurde das Grundstück zunächst staatlich verwaltet. Seit 1957 bewohnte ein Fachhochschuldirektor und Künstler das Grundstück zur Miete und bemühte sich fortan um dessen bauliche Erhaltung. 1976 wurde das Haus mit dem Wandbild unter Denkmalschutz gestellt. 1982 wurde das Grundstück enteignet und in Volkseigentum überführt. Im Jahr darauf erwarben der damals dann schon im Ruhestand befindliche Fachhochschuldirektor und seine Ehefrau Gebäudeeigentum an dem Haus sowie ein dingliches Nutzungsrecht an dem Grundstück. In dem gestern geschlossenen Vergleich haben sich die Stadt Potsdam, die Erbin von Hermann Mattern und die Ehefrau des inzwischen verstorbenen Fachhochschuldirektors darauf geeinigt, dass das Scharoun-Haus an die Erbin von Hermann Mattern zurückübertragen wird, während die Ehefrau des Fachhochschuldirektors den unbebauten Teil eines angrenzenden, ebenfalls von der Mattern-Erbin zur Rückübertragung angemeldeten Grundstücks sowie eine Ausgleichszahlung erhält. Darüber hinaus kann die Ehefrau des Fachhochschuldirektors für eine Übergangszeit in dem Scharoun-Haus wohnen bleiben. Im Auftrag Ruben Langer (Pressesprecher)