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VG Potsdam

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Pressemitteilung vom 26. März 2010

Verabschiedung des Präsidenten des Verwaltungsgerichts Potsdam Claus Peter Ladner in den Ruhestand

VG Potsdam, Pressemitteilung vom 26. März 2010 Verabschiedung des Präsidenten des Verwaltungsgerichts Potsdam Claus Peter Ladner in den Ruhestand Mit Ablauf des Monats März 2010 wird der Präsident des Verwaltungsgerichts Potsdam Claus Peter Ladner nach 41-jähriger Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst und nach über 17 Jahren Tätigkeit als Präsident des Verwaltungsgerichts in den Ruhestand verabschiedet. Claus Peter Ladner wurde 1945 in Körbecke im nördlichen Sauerland geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bochum und der zweiten juristischen Staatsprüfung in Düsseldorf begann er im Jahr 1975 seine berufliche Laufbahn am Verwaltungsgericht Arnsberg; dort wurde er 1978 zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Im Jahr 1985 wurde er Richter am Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster. Nach der Wiedervereinigung wurde Claus Peter Ladner bereits im September 1990 an das damalige Bezirksgericht Potsdam abgeordnet. Er gehört damit zu den Verwaltungsrichtern „der ersten Stunde“, die vom Partnerland Nordrhein-Westfalen nach Brandenburg gingen. Er übernahm den Vorsitz eines Senats für Verwaltungssachen und eines Senats auf dem Gebiet der strafrechtlichen Rehabilitierungen. Zudem wirkte er im Aufbaustab des Ministeriums der Justiz maßgeblich an der rechtsstaatlichen Umgestaltung der Justiz und insbesondere am Aufbau der eigenständigen Verwaltungsgerichtsbarkeit im Land Brandenburg mit. Die Gesetze zur Verselbständigung sowohl der Verwaltungs- als auch der Finanzgerichtsbarkeit tragen seine Handschrift. Mit der Errichtung des Verwaltungsgerichts Potsdam am 1. Januar 1993 wurde Claus Peter Ladner mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Präsidenten betraut; nach seiner Versetzung in den Dienst des Landes Brandenburg wurde er am 29. Juni 1993 der erste Präsident des größten brandenburgischen Verwaltungsgerichts. Als Vorsitzender der 2. Kammer prägte er fortan die Rechtsprechung insbesondere im Beamtenrecht einschließlich des Personalvertretungsrechts, im Kommunalrecht sowie im Denkmalschutzrecht. Der Fachöffentlichkeit ist er u.a. als Mitautor der Potsdamer Kommentare zum Rehabilitierungsgesetz und zum SED-Unrechtsbereinigungsgesetz sowie eines Kommentars zum Personalvertretungsrecht des Landes Brandenburg bekannt. Der juristische Nachwuchs lag Präsident Ladner besonders am Herzen; so war er als Arbeitsgemeinschaftsleiter für Referendare und als Prüfer im ersten und zweiten Staatexamen tätig. Neben vielen weiteren nebenamtlichen Aufgaben engagiert sich Claus Peter Ladner insbesondere als Mitbegründer und seit 1998 als Vorsitzender der Potsdamer Juristischen Gesellschaft sowie in besonderer Weise als Mitgründer und Vorsitzender der Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“, die sich zur Aufgabe gemacht hat, an die Opfer politischer Unterdrückung im 20. Jahrhundert zu mahnen und ihrer zu gedenken. Sein Nachfolger als Präsident des Verwaltungsgerichts Potsdam wird am 1. April 2010 Richter am Oberverwaltungsgericht Dr. Jan Bodanowitz. Im Auftrag Ruben Langer (Pressesprecher)