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VG Potsdam

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Pressemitteilung vom 11. Januar 2011

Verabschiedung des Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichts Potsdam Kurt Hohndorf in den Ruhestand

VG Potsdam, Pressemitteilung vom 11. Januar 2011 Verabschiedung des Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichts Potsdam Kurt Hohndorf in den Ruhestand Mit Ablauf des Jahres 2010 ist der Vizepräsident des Verwaltungsgerichts Potsdam Kurt Hohndorf nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand getreten. Aus diesem Anlass wird er heute Nachmittag im Rahmen einer Feierstunde durch Justizstaatssekretärin Sabine Stachwitz im Verwaltungsgericht Potsdam verabschiedet. Kurt Hohndorf wurde 1945 in Bielefeld geboren; dort besuchte er die Schule und legte das Abitur ab. Von 1965 bis 1967 diente er bei der Bundeswehr. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Marburg und Tübingen absolvierte er das Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm und legte die zweite juristische Staatsprüfung in Düsseldorf ab. Im Jahr 1975 begann seine berufliche Laufbahn am Verwaltungsgericht Minden; dort wurde er 1978 zum Richter auf Lebenszeit ernannt. 1981 war er zur Erprobung an das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster abgeordnet. Kurt Hohndorf gehört zu den Verwaltungsrichtern „der ersten Stunde“, die vom Partnerland Nordrhein-Westfalen nach Brandenburg gingen und hier „Pionierarbeit“ beim Aufbau der Justiz des Landes Brandenburg leisteten. Bereits am 10. September 1990 wurde er an das damalige Kreisgericht Frankfurt (Oder) abgeordnet. Hier nahm er das Amt eines Vorsitzenden Richters wahr und leitete die 1. Kammer für Verwaltungssachen. Zudem war er im Jahr 1991 zum Beisitzer und stellvertretenden Vorsitzenden des 1. Senats für strafrechtliche Rehabilitierungssachen beim Bezirksgericht Frankfurt (Oder) bestellt. Auch Dank seines besonderen Engagements konnten die Kammern für Verwaltungssachen zügig ihre Arbeit aufnehmen; seit Dienstbeginn wurde er als der faktische Leiter der Kammern für Verwaltungssachen angesehen und nachfolgend als Abteilungsleiter für diese Spruchkörper eingesetzt. Für das zum 1. Januar 1993 gebildete Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) war Herr Hohndorf als „Errichtungsbeauftragter“ verantwortlich; nach seiner Versetzung in den Dienst des Landes Brandenburg wurde er am 29. Juni 1993 der erste Vizepräsident dieses Verwaltungsgerichts. Zum 1. Juli 1998 wurde Kurt Hohndorf als Vizepräsident an das Verwaltungsgericht Potsdam versetzt. Als Vorsitzender der 8. Kammer prägte er auch hier fortan die Rechtsprechung insbesondere auf dem Gebiet des kommunalen Abgabenrechts, eine Rechtsmaterie, der er bereits seit Anfang seiner beruflichen Tätigkeit besonders zugeneigt war. Der Fachöffentlichkeit ist er hier u.a. als geschätzter Referent in vielfältigen Seminar- und Schulungsveranstaltungen bekannt geworden. Neben seinem unermüdlichen Einsatz in der Gerichtsverwaltung und als langjähriger Arbeitsgemeinschaftsleiter für Rechtsreferendare engagierte sich Herr Hohndorf vor allem als Vorsitzender des Richterrates bei dem Verwaltungsgericht Minden und als Obmann für die Vereinigung der Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter; im Land Brandenburg war er über viele Jahre Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender der brandenburgischen Landesvereinigung der Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter. Seinen Ruhestand wird Kurt Hohndorf vornehmlich in Bielefeld verbringen, wo er sich seit 1990 als Vorsitzender des dortigen Wandervereins engagiert. Sein Nachfolger als Vizepräsident des Verwaltungsgerichts Potsdam ist seit dem 1. Januar 2011 Donald Burchards, der zuvor als Richter am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg tätig war. Im Auftrag Ruben Langer (Pressesprecher)